Bettenkunst - Was hat das Bett mit der Kunst zu tun?

Da gibt es für mich mehrere Möglichkeiten:

Die Kunst ein Bett zu bauen, bedeutet zu erdenken, welches Modell für wen geeignet ist, sich in den Menschen hineinzudenken der es später einmal nutzen möchte, seine Bedürfnisse und Gewohnheiten zu berücksichtigen und noch vieles mehr.

Natürlich könnte man unter Bettenkunst auch die Kunst verstehen, die man im Bett betreiben kann. Beides hängt eng zusammen.
Schon die Matratzengröße richtet sich nach den Gewohnheiten der Benutzer:

Schläft Er oder Sie alleine darin, kommt am Wochenende ab und zu mal der ein oder andere Liebhaber/in hinzu oder gibt es kleine Kinder die so manche Nacht einfach keine Lust haben alleine zu schlafen oder die Abends eine Geschichte vorgelesen haben wollen?

Oft lässt sich die Zukunft gar nicht voraussagen und man ist gut beraten sich gar nicht so arg festzulegen.
Dinge mit Seele lassen sich leicht weitervererben, verschenken oder verkaufen. Mein erstes eigenes Bett stammt noch von einer alten Frau, einer Bekannten meiner Eltern an deren Lächeln ich mich heute noch gerne erinnere.

Ich habe es nur abgebeitzt und neu gestrichen, mahagonifarben, denn dunkles Holz war damals für mich das schönste.

Ich hab das Bett immer noch. Meine erste große Liebe hat darin zusammen mit mir geschlafen. 90 x 1.90 m. man stelle sich vor und es war mir bzw. uns damals nie zu klein. Heute schläft ein kleines Mädchen namens „Anna“ darin. Ich hab`s einfach nicht verkaufen oder wegwerfen wollen.

Meine Devise ist, nicht zuletzt weil ich Schreiner bin, öfter mal ein neues Bett. Unser jetziger Schlafplatz ist 2 x 2 m, ein wenig eingebaut. Schreiner neigen ganz gerne mal zum Einbauen.

Es gefällt mir nicht mehr so gut weil es etwas Endgültiges hat, so unverrückbar ist. Es ist aus dunklem Holz (Rüster / Ulme) gefertigt. Im keltischen Baumkalender ist das „mein“ Holz, mein Baum. Das hat mir gefallen, denn ich habe es erst nach der Fertigstellung erfahren, dass die Kelten mir als Steinbock diese Holzart zugedacht haben.

Man kann sich, wie jetzt schon leicht erkennbar ist, ewig Gedanken über seine eigene Schlafstätte machen: Feng Shui, die Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen, Farbgestaltung der Vorhänge, Decken, Teppiche und und und.

Am besten man kauft sich einen Schlafsack, schläft jeden Abend woanders, genießt die Faszination des jeweiligen Ortes mit wem auch immer und schaut sich am Sandstrand in Südfrankreich mit einem Kasten Bier und einer selbstgedrehten Kippe am Lagerfeuer den Sternenhimmel an.

Über neue Impulse, interessante Ideen und Anregungen freue ich mich schon jetzt, nicht nur für meine Arbeit, sondern auch für diese Internetseite.

Jens Kalthoff